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2014 (St) Erbe isch tödlich

Inserat-Spielleute-2014
(St) Erbe isch tödlich

Zum Stück:

Wer erbt was? Die alte Tante Karoline erhält Besuch von ihrer lieben Verwandtschaft, welche sich alle einen grossen Anteil am Reichtum erhoffen, um ihre Schulden zu tilgen oder ihren luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Das Problem ist nur, dass die potentiellen Erben einander nicht ausstehen können und einer so unsympathisch wie der andere ist.

Nur das Personal der alten, steinreichen Tante scheint ausgesprochen nett und so erdulden die Gesellschafterin, das Hausmädchen und der verwirrte Butler den Wettstreit ums Erbe mit Galgenhumor. Die Stimmung ist gereizt und tatsächlich hält der Familienfriede nicht lange an. Zuerst stirbt Neffe Tobias, gefolgt von seiner Frau Evelyn, dann folgt Nichte Edith und so geht das Sterben munter weiter. Beileidsbekundungen scheinen die Angehörigen jedoch nicht sehr nötig zu haben, konzentrieren sie sich doch darauf, wie viel nach jedem Toten noch für sie übrig bleibt.

Fünf Leichen, doch die Kommissarin, die ihrem Chef keine unnötigen Kosten und sich selber keine Arbeit aufladen möchte, tut alle als Unfälle ab - mag ihr Assistent Meier auch noch so schlüssig auf Mord plädieren. Schliesslich muss es nicht zwingend Mord sein, wenn man mit dem Duschschlauch mehrmals um den Hals gewickelt in einer mit Wasser gefüllten Badewanne landet.

Doch auch andere auftauchenden Gäste, seien sie nun erwünscht oder nicht, mischen sich ins Geschehen mit ein. So beispielsweise zwei Makler, welche das alte Haus unter allen Umständen an den blinden reichen Gentleman bringen wollen oder die deutsche Nachbarin, welche vehement Milch für die Katze einfordert. Auch die Auftragskiller, welche im Haus herumschleichen und sich gegenseitig das Anrecht auf die erlegten Leichen streitig machen, tragen erheblich zum Chaos im Haus bei.

Erbtante Karoline derweil scheint von den Vorkommnissen nicht sehr viel mitzubekommen - schwerhörig wie sie ist. Was ihre Nichten und Neffen nur immer von "Kohle" faseln, wo sie doch schon lange mit Öl heizt?

Freuen Sie sich auf einen spannenden Krimifrühling mit der neuen Kriminalkomödie der Spielleute von Seldwyla, in welcher Erben definitiv tödlich ist!

Sommerkurs 2013

Nach einer langen, viel zu langen Theatersommerpause, war es am Sonntag 15.September und Samstag 21.September endlich wieder soweit und der Sommerkurs stand vor der Türe! Damit möglichst alle Interessenten an mindestens einem Tag Zeit fanden, entschied man sich dafür, den Sommerkurs dieses Jahr einmal auf zwei Wochenenden aufzuteilen. Für alle, welche am Kurs leider nicht teilnehmen konnten, soll in diesem Bericht ein kurzer und knackiger Überblick über die Geschehnisse an den besagten zwei Wochenendtagen gegeben werden.
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Am Sonntag trafen sich alle Spielfreudigen vor dem Alterszentrum Grampen, um gemeinsam mit unserem Regisseur Walter Millns die Theatersaison der Spielleute einzuläuten.
An dieser Stelle gilt es vielleicht nochmals zu erwähnen, dass es nicht nur Ziel des Sommerkurses ist, dass der Regisseur die Spieler/-innen kennen lernen und somit passend zu den Rollen einschätzen kann, sondern auch, dass man sich gemeinsam in eine Thematik einfühlt, spannende Theaterübungen für Sprache, Haltung, Mimik oder auch Improvisation ausprobieren kann und was bei den Spielleuten stets grossgeschrieben wird: als Verein gemeinsam Theater spielen und Spass haben!

Zum Aufwärmen wurden nicht nur die (teils von der Sommerpause) faul gewordenen Muskeln wachgeklopft, sondern Arme und Beine gleich auch wieder einmal wachgerüttelt und geschüttelt, was bei vielen bereits für erste laute Knackkonzerte sorgte. Besorgniserregend war dabei eigentlich nur, dass auch die jungen Knochen diesem Trend in nichts nachstanden und laut mit knackten. Durch Geschwindigkeits- und Konzentrationsübungen wurden wir von Walter mental für den Sommerkurs fit gemacht. So wurde beispielsweise im Kreis per Klatschen oder Buu-Ausruf die Richtung bestimmt, wie das Geräusch oder die Handlung weitergegeben werden muss. Das hört sich bereits kompliziert an, wird jedoch dann erst zur Herausforderung, wenn das Buu per Blickkontakt wahllos im Kreis herum gerufen werden kann und man sich somit sehr konzentrieren muss, um das Spiel nicht zum Stocken zu bringen. Doch auch eine andere Aufwärmübung wurde von den Spielleuten mit Leidenschaft umgesetzt: alle Spieler sollten im Raum herumlaufen und wenn Walter einmal in die Hände klatscht, dann musste man jemanden freundlich begrüssen. Bei zweimal Klatschen wurde das Gegenüber hemmungslos zusammengestaucht und bei dreimaligem Klatschen wieder eine andere Art der Begrüssung. Erstaunlich war die Entwicklung, dass irgendwann, egal wie oft Walter in die Hände klatsche, das Gegenüber leidenschaftlich verbal einen Satz heisse Ohren verpasst bekam. Die zwei oder drei Spieler, welche in Erinnerung hatten, dass nun eigentlich nett begrüsst werden sollte, tauschten zwar verwirrte Blick aus, es wurde jedoch munter weiter gemacht. Soviel einmal zu den unterhaltsamen Übungen, welche wir zum Aufwärmen betrieben haben.

Allgemein standen die Übungen an diesem Samstag vor allem unter der Thematik: Mord, Todschlag und kriminelle Absichten! Dies wurde spätestens dann klar, als Walter uns sein nächstes heimtückisches Spiel erklärte. Wir sollten uns paarweise zusammen stellen und uns gegenseitig Dinge androhen. Ein Beispiel zur Veranschaulichung:
Caro und ich standen zusammen und ich drohte ihr an: „Wenn du das tust, dann dann dann stehe ich dir auf den Fuss!“ Caro schnaubte empört und erwiderte: „Wenn du das tust, dann dann dann entführe ich dein Pudeli!“ Und so weiter! Grossen Gefallen fanden wir auch an den diversen Improvisationsübungen, in welchen verschiedene Rollen eingenommen werden sollten. So zum Beispiel Gäste in einem Hotel, worunter ein Mafiaboss war, sein treudoofer Bodyguard, ein neugieriger Reporter, eine Hotelbesitzerin, welche den Ärger aufgrund des Rufes ihres Hotels möglichst gering halten möchte, eine aufdringliche Polizistin mit ihrem Lehrling oder der etwas unbeholfene Hotelpage.
 
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Doch es wurde am diesen Tag nicht nur viel Theater gespielt, sondern auch das neue Stück fürs 2014: (St)Erbe isch tödlich, wurde gemeinsam gelesen. Der Krimi handelt vom Besuch der einander verhassten Verwandtschaft, welche die alte Tante Karoline aufsuchen, um sich bei ihr für ein mögliches Erbe gut zu stellen. Obwohl die alte Tante den Wirbel um die Kohle  nicht versteht, da sie doch schon lange mit Öl heizt, wundert sie sich doch auch um die vielen Todesfälle, welche seit dem Auftauchen der Verwandtschaft passieren. Ob der Neffe tatsächlich nur in der Badewanne ausgerutscht ist und sich dabei, einmal schwungvoll um die eigene Achse drehend, das Kabel todbringend um den Hals gebunden hat? Oder hat der Assistent der Kommissarin etwa doch recht und es handelt sich um Mord? Obwohl die Haushälterin der alten Tante immer betont sie höre nichts, sehe nichts und wisse nichts, sind doch die herumschleichenden Auftragskiller ein verdächtiges Zeichen, dass hier nicht nur Unfälle geschehen. Doch zu viel soll hier an dieser Stelle noch nicht verraten werden; nur so viel: es wird eine spannende, unterhaltsame und mit einer Prise schwarzem Humor gewürzte Theatersaison!
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Und lasst euch auf diesem Bild nicht täuschen, obwohl sich Walti hier die Augen (scheinbar vor Scham gequält) mit der Hand abdeckt, so waren unsere Lesekünste doch nicht so verheerend wie es aussieht. Eine Burn-out Provision für den Regisseur müssen wir also noch nicht überdenken!

Der erste Sommerkurstag wurde unter vielen angedrohten, ausgeführten, verhinderten oder vereitelten Morden und noch mehr Gelächter von Seitens der Mitwirkenden beschlossen und alle freuten sich auf den nächsten Sommerkurstag am Sonntag.

Am Sonntag versuchte unser Regisseur Walter gleich zu Beginn mit auserwählten Übungen für die Sprache, uns einen Knoten in die Zunge zu binden. Oder könnt ihr Aussagen wie der folgende Satz wiederholt wiedergeben, ohne dabei ein Durcheinander zu machen?
„Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut!“ Auch diverse Szenen zu zweit per Pantomime wurden ausprobiert und es war amüsant zu zuschauen, wie sich beispielsweise Jessi und Michi gleichzeitig per Pantomime die Augen mit unsichtbarer Mascara schminken oder Max und Dominique ihren Ablauf nach dem ersten Wecker klingeln nachstellten.
 
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Auch in verschiedenen Improvisationsübungen war unser Geschick gefragt und man musste sich in unangenehmen Situationen zu helfen wissen. Sei es auf der Damentoilette, welche ständig besetzt ist oder auch im Restaurant, wenn das Pärchen am Nachbarstisch in hoher Lautstärke über einen nicht vorhandenen Ring im Champagnerglas streitet und der trottelige Kellner auch noch das falsche Essen an den Tisch bringt.

Allgemein war der Sommerkurs mit Walter wieder ein voller Erfolg und hat allen Teilnehmern sehr viel Spass gemacht und etwas Hitze vom Theaterfieber in die Gesichter getrieben. Vielen Dank an dieser Stelle an Walti, welcher uns mit seinen Ideen und Aufgaben ganz schön gefordert, aber auch prima unterhalten hat. Danke an Caro, Ursi und allen anderen, welche zur leiblichen Verpflegung der Spieler/-innen etwas mitgebracht haben und natürlich allen, welche den Sommerkurs mitgestaltet und zu einem unverzichtbaren Sommerhighlight gemacht haben.
 
Wir freuen uns auf eine tolle Theatersaison mit unseren Spielleuten, wenn es heisst:
(St) Erbe isch tödlich!

Anina